Dauerausstellung in der Stadtkirche St. Bartholomäi

Blick zum Chor

"Georg Spalatin" Glauben und Freiheit. Reformation ist Politik

St. Bartholomäi ist die älteste Stadtkirche Altenburgs. Bauhistorisch bietet sie dem Besucher eine große architektonische Spanne von der romanischen Krypta zur gotischen Hallenkirche, über den barocken Turm bis hin zu einer neogotischen Ausstattung. Als Europäisches Kulturdenkmal ist sie ein herausragendes Zeitzeugnis der Reformation.

 

Martin Luther predigte mehrmals hier. Die Kirche ist der Wirkungsort Georg Spalatins (1484 – 1545) und seiner Vorgänger, der Reformatoren Wenzeslaus Linck (1483 – 1547) und Gabriel Zwilling (1487 – 1558).

 

Im Rahmen der Lutherdekade ist es das Anliegen der Dauerausstellung, die Kirche zu einem Brückenort zwischen der geschichtlichen Reformation und den bis heute zu diskutierenden theologischen und gesellschaftlichen Inhalten der Reformatoren am Beispiel Georg Spalatins zu machen. Die Dauerausstellung will als Ort der Vermittlung von Wissen und Werten in mehrerlei Hinsicht wirken:

  • als spiritueller Ort für Gläubige und Gemeinde
  • als theologischer Lehrort, der unaufdringlich Grundwissen zu Fragen des Glaubens und der Glaubenausübung besonders für junge Menschen vermittelt
  • als historischer Ort mit Informationen zur Architektur und Kulturgeschichte für Einheimische und Touristen
  • als Ort der Begegnung und Diskussion, der die Fragen der Reformation in unsere Zeit transportiert und zum Nachdenken einlädt.

 

Ohne die theologisch begründeten Ideen der Reformation wäre die Entwicklung der Demokratie in Europa anders verlaufen. Die Grundsätze des reformierten Glaubens hat die Bürgergesellschaft, wie wir sie kennen, maßgeblich mit befördert und getragen. Es lohnt sich also, über die Reformation als Grundlage unserer heutigen Gesellschaft nachzudenken und ihre Ideen im Heute zu reflektieren.

 

Die Dauerausstellung ergänzt damit die Sonderausstellung „Georg Spalatin- Steuermann der Reformation“ im Residenzschloss Altenburg.