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Geplante Spalatin-Ausstellung stößt in Berlin auf Interesse

Das Residenzschloss informiert

„An Altenburg kommt 2014 niemand vorbei.“ Mit dieser Feststellung begann Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung seine Würdigung des Ausstellungsprojektes „Georg Spalatin – Steuermann der Reformation“. Anlass für ausführliche Beschreibung und Bewertung der Sonderausstellung, die vom 18. Mai bis zum 2. November im Altenburger Residenzschloss gezeigt wird, war eine Veranstaltung der Staatlichen Geschäftsstelle „Luther 2017“, die in Berlin am 28. November stattfand.

 

Aus den zur Vorbereitung der Reformationsfeierlichkeiten 2017 geplanten Ausstellungen und Veranstaltungen waren bundesweit 12 Projekte ausgewählt, um diese vor rund 300 Gästen vorzustellen. Unter den Veranstaltungsteilnehmern waren zahlreiche namhafte Journalisten, Theologen, Historiker. Aus Thüringen wurden zwei Projekte vorgestellt. Neben der Altenburger Ausstellung, die mit je einem Themenbereich im Residenzschloss und in der Bartholomäikirche gezeigt wird, war auch die Wartburg-Stiftung mit einem Ausstellungsvorhaben vertreten. Während der anschließenden Diskussion konnte der Kurator der Altenburger Ausstellung, der Historiker Dr. Hans Joachim Kessler, auf zahlreiche Fragen interessierter Journalisten antworten.

 

Gegenwärtig sind die Ausstellungsvorbereitungen in vollem Gange. Rund 40 Leihgeber aus dem In- und Ausland stellen zum Teil erstmalig gezeigte, einzigartige Exponate zur Verfügung. Besonders reich ist die Zahl der schriftlichen Zeugnisse, die aus dem Altenburger Stadtarchiv und dem Thüringer Staatsarchiv Altenburg stammen. Durch sie kann das Leben und Wirken Georg Spalatins in Altenburg besonders anschaulich dargestellt werden. Unter den über 200 einzelnen Exponaten sind neben kunsthandwerklichen Kostbarkeiten, einzigartigen Schriftstücken und frühen Buchdrucken auch mehrere Originalgrafiken aus der Hand Albrecht Dürers sowie Gemälde von Lucas Cranach dem Älteren und dessen gleichnamigen Sohn.

 

Großes Interesse erregte in Berlin die Darstellung des Versuches, das Altenburger Wohnhaus Georg Spalatins anhand eines umfangreichen Inventars zu rekonstruieren. Dieses Projekt und die Ausstellung der mehrbändigen Chronik der Sachsen und Thüringen, verfasst von Georg Spalatin und mit Federzeichnungen aus der Cranach-Werkstatt versehen, zählen zu den herausragenden Exponaten der Sonderausstellung im Residenzschloss.

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