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Nur kurze Zeit: Beachtenswerte druckgrafischen Porträts der Reformationszeit im Schloss- und Spielkartenmuseum

Martin LutherIm Schloss- und Spielkartenmuseum öffnen sich am Sonnabend, dem 13. September 2014, ab 14 Uhr die Türen zu einer neuen und zugleich außergewöhnlichen Kabinettausstellung. Aus dem Schloss Friedenstein Gotha sind für sechs Wochen mit „Wahre abcontrafactur – Martin Luther und bedeutende seiner Zeitgenossen im grafischen Porträt des 16. Jahrhunderts“ außerordentlich bedeutungsvolle Drucke im Altenburger Residenzschloss zu Gast. Die Ausstellung korrespondiert inhaltlich mit der Ausstellung „Georg Spalatin – Steuermann der Reformation“, ohne zwangsweise miteinander verknüpft zu sein. Die von namhaften Künstlern wie Dürer, Cranach dem Älteren und Jüngeren, Brosamer, Stoer, Ostendorfer, Hopfer, Beham und anderen geschaffenen Holzschnitte und Kupferstiche können auf Grund ihrer Seltenheit und Lichtempfindlichkeit nur eine begrenzte Zeit ausgestellt werden. Das Schlossmuseum Gotha verfügt über ein weltweit einmaliges Konvolut an Einblattdrucken und Flugblättern vorwiegend aus dem 16. Jahrhundert. Leihersuchen aus Museen der ganzen Welt sprechen letztlich auch für die Qualität und Quantität dieses Sammlungsbestandes. Die Leitung des Schlossmuseums ist den Verantwortlichen der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha außerordentlich dankbar, die druckgrafischen Kostbarkeiten bis zum 2. November, also bis zum Ende der Spalatinausstellung, als eine zusätzliche Offerte den Besuchern vorstellen zu dürfen. Im Rahmen der Ausstellungseröffnung wird Herr Bernd Schäfer, der Direktor Wissenschaft und Sammlung äußerst interessante sammlungsgeschichtliche Aspekte vorstellen und u.a. auch über den erfreulichen Rückkauf verloren geglaubter Grafiken berichten. Bei einem gemeinsamen Rundgang in der Ausstellung stellt Herr Schäfer einzelne Grafiken gesondert vor.

Zur Eröffnungsveranstaltung, die musikalisch von dem Schlossorganisten Dr. Felix Friedrich begleitet wird, sind alle Interessierten herzlich willkommen - wie immer ist der Eintritt frei.

 

U. Künzl

Museumsleiterin

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